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Preistendenz :

23.11. 2017


Börse schwächer durcn Gewinnmitnahmen nach DOE-Daten mit

geringeren Lagerbestandsabbauten in USA.  

Aktueller Tagespreis : 2000l Standard-Heizöl schwefelarm bei 

einer Abladestelle :
52,48 / 62,45  €/100l.

Endpreis ohne weitere Zuschläge.

Zahlung auf Rechnung.

20 Tage Zahlungsziel.

Aktueller Trend :

Preise etwas tiefer.

Markteinschätzung - Aussichten
:

Marktlage

Eine Umfrage von Bloomberg unter 36 Analysten und Trader hat ergeben, dass alle ausnahmslos an eine Verlängerung der Produktionskürzungen beim Meeting in der kommenden Woche rechnen. Die Mehrheit geht dabei von einer Verlängerung bis Ende 2018 aus, was dem Wunsch Saudi-Arabiens entspricht. Hinter den Kulissen laufen die Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Russland jedoch auf Hochtouren. Russland hat sich offiziell bisher noch nicht zu einer Verlängerung bekannt, wenngleich Putin im letzten Monat nicht abgeneigt war.

Der Zeitpunkt für eine Verlängerung kommt vor allem den russischen Unternehmen vier Monate vor Ende des laufenden Abkommens zu früh. Die hohen Preise werden als Gefahr empfunden, wenn die US Schieferölförderung zunimmt und Marktanteile übernimmt. Die Unsicherheit vor dem Treffen kommender Woche ist hoch, sodass die Volatilität vor und nach dem Meeting Donnerstag enorm zunehmen wird. Die Optionen reichen von einer Verschiebung der Entscheidung ins Frühjahr bis hin zu einer Verlängerung um drei, sechs oder neun Monate. Alles andere als eine Fortsetzung der Kürzung um neun Monate wäre für die Marktteilnehmer aber eine Enttäuschung und würde die Ölpreise vermutlich stark belasten.

Das bevorstehende OPEC Meeting stellt andere Faktoren aktuell in den Schatten. Insbesondere die gestiegene US Rohölförderung wird derzeit wenig beachtet. Diese erreichte zuletzt allerdings ein neues Rekordniveau und auch die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen deutet auf ein langfristig stabiles Wachstum der Produktion hin. Die US Schieferölproduktion ist damit einer der Hauptfaktoren, der das Aufwärtspotenzial der Ölpreise derzeit begrenzt.

WTI präsentiert sich momentan etwas fester als Brent, was an den Lieferausfällen aus Kanada liegt. Wegen einer Störung an der Keystone Pipeline werden die Lieferungen bis Monatsende bei nur noch etwa 85% der üblichen Menge liegen. Vor allem der Preis für Futures mit einer kurzen Laufzeit zogen damit zuletzt an, was WTI in eine Backwardation Konstellation gebracht hat.



Preisaufschläge  sind  durch geopolitische Risiken (z.B. Ägypten / Syrien / Sudan / Irak / Iran / Russland), positiven Wirtschaftsdaten und expansive Maßnahmen der FED begründet, welche die Börsen nach oben ausschlagen lassen.

Alle Einschätzungen ohne Gewähr.



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Preistreibende  ( bullische + ) und preissenkende (bearische - ) Faktoren.

23.11.2017

+ Lieferprobleme an Keystone Pipeline
+ Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Iran
+ Verhaftungswelle in Saudi-Arabien
+ Verlängerung der Produktionskürzungen wahrscheinlich
+ Trump bestätigt dem Iran nicht die Einhaltung des Atomabkommens
- Anzahl der US Ölbohranlagen gestiegen
- US Ölbestandsdaten DOE
- Russland: Verlängerung der Produktionskürzungen noch offen
- IEA kündigt US Schieferölboom an
- Mildes Winterwetter in den USA
- OPEC korrigiert US Schieferölproduktion nach oben