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Preistendenz :

20.09. 2017

Bestandsdaten aus Amerika (API) stützen Börsen - Händler warten

auf OPEC-Meeting am Freitag.

Aktueller Tagespreis : 2000l Standard-Heizöl schwefelarm bei 

einer Abladestelle :
48,98 / 58,29  €/100l.

Endpreis ohne weitere Zuschläge.

Zahlung auf Rechnung.

20 Tage Zahlungsziel.

Aktueller Trend :

Preise höher.

Markteinschätzung - Aussichten
:

Marktlage

Für die Experten und Analysten bleibt der Ölmarkt derzeit wohl noch weiter schwer einzuschätzen. Während einige Analysten und Banken, wie die Société Générale oder Barclays, den Markt bearish einstufen, glauben Experten der HSBC von einem langfristig anziehenden Ölpreis überzeugt. Wegen der sinkenden OECD Bestände und der zuletzt reduzierten OPEC Förderung halte man es noch immer für möglich, dass der Durchschnittspreis für Brent im vierten Quartal 2017 auf 60 Dollar steigt, auch wenn das aktuell noch etwas weit weg erscheine. Für 2018 geht man daher von Preisen im Bereich der 65 Dollar aus.

Sollten die Preise tatsächlich derart stark ansteigen, werden Ölquellen außerhalb der OPEC wieder rentabler. Nicht nur die US Schieferölindustrie sondern auch andere Regionen werden ihre Ölproduktion dann vermutlich deutlich anheben können und die erwartete Produktion an den Ölbörsen durch Verkäufe abhedgen. Dies würde einer Preissteigerung entgegenwirken, sodass wir eine derartige Entwicklung eher für unwahrscheinlich halten.

Die Aussicht auf zusätzliche Maßnahmen der OPEC (ob Produktionsbegrenzungen für Libyen und Nigeria, weitere Kürzungen oder eine Verlängerung der Laufzeit) bleibt ein bullisher Faktor für die Märkte, während das Potenzial der US Ölförderung starke Preissteigerungen begrenzen sollte. Die EIA hat für kommenden Monat einen Anstieg der Schieferölproduktion vorausgesagt, die damit wohl ein neues Rekordniveau erreichen und weiter zulegen wird.

Analyst Robbie Fraser von Schneider Electric geht davon aus, dass die 50 bis 55 Dollar als neue Zielpreisspanne fungieren werden. Sowie die Preise in diese Sphären vordringen, werden mehr Ölbohranlagen in den USA in Betrieb genommen, weshalb nach einem Anstieg in diesen Bereich Verkäufe getätigt werden.



Preisaufschläge  sind  durch geopolitische Risiken (z.B. Ägypten / Syrien / Sudan / Irak / Iran / Russland), positiven Wirtschaftsdaten und expansive Maßnahmen der FED begründet, welche die Börsen nach oben ausschlagen lassen.

Alle Einschätzungen ohne Gewähr.



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Preistreibende  ( bullische + ) und preissenkende (bearische - ) Faktoren.

20.09.2017

+ US Ölbestandsveränderungen API
+ Abschaltung der BP Thunder Horse Plattform
+ Hurrikans Jose und Maria behindern Schiffe an US Ostküste
+ IEA Monatsreport
+ US Raffinerien brauchen länger als gedacht für Restart
+ OPEC Monatsreport
+ OPEC: Verlängerung der Produktionskürzungen möglich
= EIA Monatsreport
- US Schieferölproduktion soll im Oktober auf Rekordniveau steigen
- US Ölproduktion im September steigend erwartet
- Absehbares Ende der starken Sommernachfrage