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Preistendenz :

22.06. 2018

OPEC mit Verhandlungen fast erfolgreich - Iran noch nicht ganz

einig.

Aktueller Tagespreis : 2000l Standard-Heizöl schwefelarm bei 

einer Abladestelle :


67,90 €/100l, Bruttopreis incl. 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Endpreis ohne weitere Zuschläge.

Zahlung auf Rechnung.

Maximal 3 - 8 Tage Lieferfrist.

20 Tage Zahlungsziel.

Aktueller Trend :

Preise leicht tiefer.

Markteinschätzung - Aussichten :

Die Marktlage


In Libyen bleiben die Produktionsausfälle weiter bestehen und noch ist nicht klar, wie schnell sich die Förderung hier erholen kann. Die NOC ist zwar optimistisch, dass die Produktion schnell steigen könne, weitere brennende Öltanks sprechen allerdings eine andere Sprache. Der Markt interessiert sich momentan aber ohnehin nur am Rande für diese Ereignisse, denn das heute anstehende OPEC Meeting steht voll im Mittelpunkt.

Während der Iran weiter gegen eine Anhebung ist, zuvor aber dennoch angab, dass man sich unter gewissen Umständen einer Veränderung der Produktionsmengen vorstellen könne, sind sich die meisten Länder offenbar bereits einig. Eine Anhebung von 1 Mio. B/T wird befürwortet und vom JMMC empfohlen. Analysten rechnen allerdings eher mit einer Produktionssteigerung um 0,5 bis 0,6 Mio. B/T. Die Aussicht auf eine Aufweichung des Abkommens wäre ein erster Schritt hin zu einem gänzlichen Ende der Kürzungen, wenngleich sich dieses noch bis zum Jahresende hinziehen könnte.

Trader haben eine Anhebung sicherlich auch schon zu einem gewissen Anteil eingepreist, dennoch bleibt ein gewisses Maß an Unsicherheit. Grundsätzlich gibt es vier vorstellbare Szenarien, wobei die unveränderte Beibehaltung der Produktionsmengen ebenso als unwahrscheinlich einzustufen ist, wie das komplette Auseinanderbrechen der Zusammenarbeit und des Abkommens ist. Wahrscheinlicher sind die Szenarien, dass die Produktion in einem Kompromiss um 0,5 bis 0,6 Mio. B/T oder sogar um 1,0 Mio. B/T (oder darüber) angehoben wird.

Je höher die Anhebung der Förderung, desto stärker fällt eine bearishe Reaktion am Markt aus, weshalb der Handel im Vorfeld volatil zu erwarten ist. Die Tendenz, dass ein Kompromiss auf eine Anhebung wahrscheinlicher als eine Beibehaltung der aktuellen Produktionsmengen ist, lässt die fundamentale Konstellation leicht bearish erscheinen, auch wenn ein Teil der erwarteten Anhebung bereits eingepreist ist. Trader werden im Tagesverlauf auf Kommentare und Äußerungen aus Wien achten und entsprechend reagieren.


Preisaufschläge  sind  durch geopolitische Risiken (z.B. Ägypten / Syrien / Sudan / Irak / Iran / Russland), positiven Wirtschaftsdaten und expansive Maßnahmen der FED begründet, welche die Börsen nach oben ausschlagen lassen.

Alle Einschätzungen ohne Gewähr.



I


Preistreibende  ( bullische + ) und preissenkende (bearische - ) Faktoren.

22.06.2018

+ Produktionsunterbrechung in Libyen bei 0,45 Mio. B/T
+ Venezuela erklärt bedingtes Force Majeure
+ Drohende Sanktionen gegen Venezuelas Ölexporte
+ US Sanktionen gegen den Iran
+ Venezuela: kontinuierlich sinkende Ölproduktion
= US Ölbestandsveränderungen DOE & API
- JMMC empfiehlt Anhebung um 1 Mio. B/T
- Irans Widerstand gegen Produktionsanhebung bröckelt
- Neue Sanktionen zwischen USA und China
- Russland hat Förderung im Juni angehoben
- Saudi-Arabien hat Ölproduktion bereits erhöht
- Schnell steigende US Rohölförderung
- Zölle zwischen China und USA könnten Ölnachfrage dämpfen